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ID #1041

„harte Drogen“ – Sucht

Definition

Unter „harte Drogen“ werden Substanzen gezählt, die bezüglich des Abhängigkeitspotential und / oder der Toxizität, das Ausmaß der Giftwirkung, große Risiken mit sich bringen. Außerdem ist charakteristisch für diese Substanzen, dass sie schnell zu einer psychischen und / oder einer körperlichen Abhängigkeit führen.

Zu den „harten Drogen“ werden zum Beispiel folgende gezählt:

  • Morphium
  • Opium
  • Heroin
  • Amphetamine
  • Kokain
  • LSD
  • Ecstasy
  • Crystal

Morphium

Morphium oder auch Morphin genannt, ist das wichtigste Alkaloid, welches aus dem Schlafmohn gewonnenen Opium hergestellt wird. Mit Morphium und Morphin wird dieselbe Substanz bezeichnet. Dennoch wird das Wort Morphium meistens bei dem Thema Drogengebrauch und Morphin bei dem Thema Chemie und Medizin verwendet.
Morphin kommt als opioides Schmerzmittel, vor allem bei starken bis sehr starken Schmerzen, zum Einsatz. Darunter fallen zum Beispiel Schmerzen nach einem Unfall, nach einer Operation, nach einem Herzinfarkt oder bei Krebspatienten. Angewendet wird Morphin in Form von Tropfen, Retard- Kapseln, Retard- Tabletten, Retard- Granulat, Klebepflaster, Zäpfchen und Injektionslösungen. Der Wirkstoff darf nur von Ärzten auf einem speziellen Rezept verschrieben werden. Morphium wird als Droge missbraucht indem man sich den Wirkstoff injiziert. Bereits eine drei- oder viermalige Injektion mit Morphium ruft bei dem Betroffenen starke Suchtsymptome hervor. Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an das Morphium, sodass eine erneute Gabe von diesem Wirkstoff erfolgen muss. Lediglich mit einem harten Entzug kommt man von der Droge wieder los.

Opium

Opium wird gewonnen, indem die ausgewachsenen aber noch unreifen Samenkapseln des Schlafmohns angeritzt werden und der austretende Milchsaft getrocknet wird. Während dem Trocknungsprozess verfärbt sich der Milchsaft durch die Oxidation in eine braune bis schwarze Masse, dem Rohopium. Opium hat eine stark euphorisierende, schmerz- und angstlindernde Wirkung. Nach dem schnell eintretenden Hochpunkt der Wirkung folgt meistens eine angenehme Ruhephase für den Konsumenten. Aber auch negative Gefühle, Unruhezustände oder sogar Depressionen können in dieser Phase auftreten.  Nimmt man nur eine geringe Dosis Opium ein, so wird ein entspanntes und gemütliches Gefühl erzeugt. Manche Konsumenten beschreiben ein verbessertes Denkvermögen und man würde in den Tag hinein träumen. Wird allerdings eine höhere Dosis konsumiert, so tritt meistens eine rauschhafte und genussvolle Wirkung auf. Die besagten Tagträume nehmen zu, gehen allerdings nicht in Halluzinationen über. Werden sehr hohe Dosen konsumiert, so tritt eine so stark beruhigende Wirkung ein, sodass der Konsument andauernd einschlafen wird. Bei einer Überdosierung des Opiums reagiert der Körper mit einer Atemlähmung und einem Herz- Kreislauf- Stillstand. Auch das Rohopium wird zur Medizin verarbeitet. So gibt es zum Beispiel Arzneimittel auf dem Markt, die aus dem Rohopium hergestellt werden. Beispielsweise Mittel gegen Durchfall. Diese Mittel sind allerdings auch nur vom Arzt zu verschreiben und sollten nur dann eingenommen werden, wenn nichts anderes mehr hilft.

Heroin

Früher, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde Heroin noch als wirkungsvolles Arzneimittel eingesetzt. Heute wird Heroin als illegale Droge bezeichnet, die sehr schnell zur Abhängigkeit führt. Diese tritt sowohl körperlich als auch seelisch ein. Ein Konsum mit Heroin verursacht folgende verlockende Wirkungen:

  • euphorisierend
  • betäubend / schmerzlindernd
  • beruhigend
  • schlaffördernd

Mit dem konsumieren einer Dosis Heroin kann der Konsument zwar die Probleme des Alltags für eine gewisse Zeit vergessen und sein Selbstwertgefühl wird dadurch erhoben, allerdings kann bereits nach dieser einzigen, vielleicht auch kleinen Menge, eine Abhängigkeit bestehen. Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an diese Droge.
Wird Heroin regelmäßig eingenommen, so besteht die Gefahr einer Herzschwäche, einer Atemlähmung, einer Bewusstlosigkeit oder sogar eines Todes. Auch besteht eine Toleranzentwicklung, die das Risiko für diese Gefahren noch deutlicher erhöht, da es schneller zu einer Überdosis kommen kann. Dabei muss der Konsument immer höhere Dosen Heroin zu sich nehmen, damit die Entzugserscheinungen gemildert werden bzw. ein „Normalzustand“ erreicht wird. Die Entzugserscheinungen treten in der Regel sehr heftig auf:

  • Gliederschmerzen
  • Starkes Zittern
  • Frieren
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Schmerzen im ganzem Körper
  • Kreislauf- Versagen


Heroin wird sehr häufig mit anderen Giften „gestreckt“, sodass man hier nicht weiß, um welche Substanzen es sich wirklich handelt. Es besteht also ständig ein hohes Risiko durch verunreinigtes oder besonders reines Heroin eine Überdosis zu erlangen. Wird das Heroin eine längere Zeit angewendet, so treten neben den körperlichen, seelischen und gesundheitlichen Schäden auch noch soziale Schäden auf. In der Regel werden alle sozialen Kontakte abgebrochen, es wird nicht mehr zu Arbeit gegangen, sodass keiner von der Abhängigkeit erfährt. Von daher ist die Beschaffungskriminalität sehr hoch. Aus diesem Grund wird das Geld für die nächste Heroin- Dosis durch Diebstähle, Überfälle oder durch Prostitution beschafft. Auch hier ist der einige Weg aus der persönlichen Krise ein Entzug. Vergleichen kann man  die Symptome des Entzugs, mit denen eines Rauchers. Der wesentliche Unterschied ist, dass der Heroinabhängige am ganzen Körper sehr starke, kaum auszuhaltende Schmerzen verspürt. Der körperliche Entzug dauert in der Regel zwischen 5 und 14 Tage. Es kommt in seltenen Fällen auch vor, dass dieser länger andauert. Um den psychischen Entzug zu meistern, wird eine zusätzliche Verhaltenstherapie empfohlen, die dem Betroffenen dabei helfen soll, die Sucht in den Griff zu bekommen.

Anzeichen für eine Heroinsucht können sein:

  • Herumliegende Spritzen
  • Russrückstände auf Teelöffeln
  • Angebrannte Alufolienstreifen
  • Sozialer Rückzug
  • Körperliche Verfall
  • Desinteresse

 

Amphetamine

Amphetamine oder auch Speed genannt, wird auch zu den synthetischen und auch illegalen Drogen gezählt. Wie die meisten illegalen Drogen, waren die Amphetamine auch einst als Arzneimittel angewendet worden. Aufgrund seines hohen Suchtpotenzials wurde die Substanz verboten. Auch die Toleranzentwicklung ist sehr hoch, sodass bereits nach wenigen Anwendungen die Dosis immer erhöht werden muss. Es entsteht sowohl eine körperliche als auch eine seelische Abhängigkeit, was den Ausstieg aus der Sucht noch schwerer gestalten lässt. Am Anfang der Sucht wird die Wirkung der Amphetamine als sehr angenehm empfunden. Besteht jedoch eine längere Anwendung, so wird auch der Konsument eine negative Wirkung feststellen. In vielen Fällen löst das Speed Psychosen aus. Da das Hunger- und Durstgefühl von den Amphetaminen unterdrückt wird, besteht eine durchaus hohe Gefahr auszutrocknen oder zu Verhungern. Ebenso nimmt das Schlafbedürfnis sehr stark ab, sodass der Körper irgendwann höchstwahrscheinlich eine Auszeit braucht und einen Kreislaufkollaps erleidet. Aber auch bei unregelmäßigem Gebrauch von Speed ist das Risiko für Spätfolgen am gesamten Organismus sehr hoch. Zu den positiven Wirkungen zählen die Förderung der Konzentration und die Hemmung des Appetits. Die Wirkungen setzen meistens bereits innerhalb weniger Sekunden in. Dies ist aber auch von der Darreichungsform abhängig.

Speed kann folgendermaßen angewendet werden:

  • Zum injizieren
  • Zum rauchen
  • Zum schniefen
  • Zum inhalieren


Das Auftreten der körperlichen und seelischen Entzugserscheinungen hält den Konsumenten meistens von einem Entzug ab. Es besteht eine regelrechte Angst vor den Symptomen. Zu den Symptomen eines Entzugs gehören:

  • Trockener Mund
  • Schlaflosigkeit
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Angstzustände
  • Unruhezustände
  • Nervosität


Erklärt sich der Betroffene doch zu einem Entzug bereit, so ist ein stationärer Entzug meistens erfolgreicher als ein kalter Entzug. Bei einem stationären Entzug wird der Betroffene von geschultem Fachpersonal betreut. Zudem werden die Körperfunktionen ständig überwacht, sodass in einem Notfall sofort professionell geholfen werden kann. Der Konsument sollte sich immer im Klaren sein, dass nach einem lang anhaltenden Konsum von Speed, sich schwere Organschäden entwickelt haben könnten. In diesem Fall können Organe teilweise oder völlig versagen. Auch ein Kreislaufkollaps tritt dann häufig auf.

Kokain

Kokain wird aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen. Das Endprodukt, das Kokain, ist ein kristallartiges Pulver, welches geschnupft wird. Auch Kokain ist eine illegale Droge, für dessen Besitz, Handel und Verkauf der Betroffene strafbar gemacht wird. Bis 1914 war Kokain ein Bestandteil von Coca- Cola. Nachdem jedoch viele Todesfälle nach dem Verzehr des Getränks auftraten, musste Kokain von der Zutatenliste gestrichen werden; Seitdem ist Kokain verboten. Verwendung findet das Kokain noch als illegales Aufputschmittel.

Es wirkt folgendermaßen und löst folgendes im Körper aus:

  • betäubend / schmerzlindernd
  • berauschend
  • stark stimulierend auf die Psyche
  • Abnahme des Schlafbedürfnisses
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Paranoide Vorstellungen
  • Hungergefühl wird stark gedämpft
  • lustfördernd ( bei gelegentlichem Konsum )
  • Impotent und Luststörungen ( bei längerem und regelmäßigem Gebrauch )
  • Halluzinationen


Nach wenigen Minuten nach der Konsumierung setzt die Wirkung ein und hält etwa eine Stunde an. 6 Stunden, nachdem die Substanz konsumiert wurde, hat der Körper das Kokain so weit abgebaut, sodass im Blut und im Urin keine Rückstände mehr nachzuweisen sind. Lediglich in den Haaren ist das Kokain eine wesentlich längere Zeit nachzuweisen. Wird jedoch das Kokain über eine längere Zeit und / oder regelmäßig angewendet, so können die Rückstände im Blut und im Urin auch über eine längere Zeit nachgewiesen werden. Wird das Kokain abgesetzt, so treten Entzugserscheinungen auf, wie zum Beispiel Halluzinationen, gestörte Sinneswahrnehmung usw.

LSD

LSD ist die Abkürzung für Lysergsäurediethylamid und ist eine chemisch hergestellte Droge, welche auch früher als Arzneimittel angewendet wurde. Doch schon eine kurze Zeit später wurde die Droge als Arzneimittel wieder vom Markt genommen, da die enormen  Nebenwirkungen, zum Beispiel Psychosen wie starke Halluzinationen, Angstzustände und Horrorvorstellungen, aufgetreten sind. Aus diesem Grund wird das LSD auch als das bekannteste und stärkste Halluzinogen bezeichnet. Vor allem in den 80er Jahren wurde LSD als die Modedroge schlecht hin bezeichnet. Insbesondere traf dies in der Techno- und Partyszene zu. LSD gibt es als Tabletten, als Tropfen oder als kleine Papierstücke, den sogenannten „Tickets“ zu kaufen. Durch die LSD Konsumierung werden die Gefühle und die Wahrnehmung entweder positiv oder auch oft negativ beeinflusst. Beide Wirkungsformen sind nicht zu unterschätzen. Etwa  8  bis 12 Stunden hält die Wirkung des LSD nach der Einnahme an. Währenddessen kann es bei einer hohen Dosierung zu so genannten „Flashbacks“ kommen. Dabei empfindet der Betroffene den „Trip“, also die Zeit während der Wirkung, noch einmal nach.

Charakteristisch für einen LSD- Konsum ist:

  • erhöhten Blutdruck
  • erweiterte Pupillen
  • erhöhte Körpertemperatur
  • Verminderung des Schlafbedarfs
  • Appetitverlust


Wird der LSD- Konsum eine längere Zeit vollzogen, so besteht eine hohe Gefahr, dass der Betroffene an Psychosen erkrankt. Bei dieser Modedroge entwickelt sich vor allem eine psychische Abhängigkeit mit hoher Toleranzbildung. Dies bedeutet, dass eine immer höhere Dosis des LSD verwendet werden muss, um dieselbe Wirkung zu erzielen.
Überaus gefährlich ist die Verwendung von LSD aus verschiedener Herkunft. Denn auch LSD wird gestreckt und kann somit leicht eine Überdosierung verursachen.

Ecstasy

Ecstasy ist wie LSD auch eine chemisch hergestellte illegale Droge. Charakteristisch ist, dass die Drogen in Form von bunten Pillen bzw. Tabletten in Umlauf gebracht werden. Früher, Mitte der 1910er Jahren, war Ecstasy ein Appetitzügler, welches auf Grund seiner vielen und starken Nebenwirkungen wieder verboten wurde. Heute ist jeglicher Handel und Besitz  strafbar und wird mit Geldstrafen bzw. Haftstrafen gerichtet. Anwendung findet Ecstasy vor allem noch als Jugenddroge in Discos oder auf Partys. Bei einem regelmäßigen Konsum kommt es schnell zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit.

Der Körper reagiert mit folgenden Symptomen auf das Ecstasy:


Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Erhöhter Pulsschlag
  • Erhöhter Blutdruck
  • Erweiterung der Pupillen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Schockzustand
  • Kreislaufversagen
  • Nierenschmerzen
  • Kein Hunger- und Durstgefühl
  • Starker Gewichtsverlust


Je nachdem wie das Ecstasy zusammengestellt wurde, tritt die Wirkung innerhalb von 20 Minuten bis 1 ½ Stunden auf. Die Wirkungsdauer variiert dabei zwischen 2 und 8 Stunden. Die Folgeschäden konzentrieren sich auf die Organschäden, vor allem sind die Leber und die Nieren betroffen. Wird das Ecstasy regelmäßig konsumiert, so  ist das Risiko, dass diese Organe versagen, sehr hoch.  Zusätzlich besteht die hohe Gefahr, an dem Organversagen zu sterben.

Crystal

Crystal ist eine chemisch hergestellte Droge, bestehend aus Methamphetamin, welche noch nicht allzu lange unter diesem Namen bekannt ist. Allerdings ist Crystal bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts von Soldaten benutzt worden. Es sollte die Leistung steigern und die Müdigkeit bekämpfen.

Es gibt noch viele weitere umgangssprachliche Bezeichnungen für Crystal, die allerdings alle nicht verbrauchergeschützt sind:

  • Bambinos
  • Meth
  • Mao
  • Crank
  • Jugs
  • Chalk
  • Diamonts
  • Dixies
  • Mollies
  • Ups


Lediglich die Produzenten und Hersteller, wissen woraus das Pulver tatsächlich besteht, das unter diesen Namen verkauft wird. Crystal kann sowohl geraucht oder geschluckt werden. Viele Verwender mischen es den Getränken oder den Speisen unter. Man kann zwar nicht nach der ersten Einnahme von Crystal abhängig werden, dennoch ist das Pulver eine stark abhängig machende Substanz, die nach wenigen Einnahmen zur Sucht führt.

Verwendet man die illegale Droge in geringen Dosen so bewirkt es folgendes:

  • Euphorie
  • Erregtheit
  • Ratlosigkeit
  • Enthemmung
  • usw.


Bei einer höheren Dosierung bewirkt es unter Umständen:

  • Erstarrung
  • Atemstillstand
  • Fall ins Koma
  • Verwirrtheitszustand
  • Psychosen


Crystal sollte schon gar nicht mit anderen Drogen eingenommen werden, da sonst die gesundheitlichen Risiken potenzieren. Besteht dennoch ein Mischkonsum mit der Droge Ecstasy, so sind die Wechselwirkungen besonders auffällig, die sogar oft zum Tod führen. Das Methamphetamin hat eine ähnliche Wirkung wie der körpereigene Stoff Adrenalin. Der Betroffene möchte eine Antriebssteigerung, wach gehalten werden und die alltäglichen Probleme einfach vergessen können. Das Metamphetamin verursacht eine seelische Ausgeglichenheit und mindert das Schlafbedürfnis. Zudem weist es eine stimulierende und aufputschende Wirkung auf. Je nachdem wie der Betroffene das Crystal dosiert hat, ist die Substanz ein bis drei Tage im Körper nachzuweisen.

Tags: Harte Drogen

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-03-22 00:36
Autor: admin
Revision: 1.2

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