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ID #1017

Anabolikasucht

Definition
Die Anabolikasucht ist das regelmäßige Verlangen Substanzen mit einer anabolen Wirkung einzunehmen bzw. zu verwenden. In diesem Abschnitt gehen wir näher auf die Wirkung und Nebenwirkungen der Anabolika ein, als auf die eigentliche Anabolikasucht.

Unter Anabolika versteht man Substanzen, die durch eine verstärkte Proteinsynthese das körpereigene Gewebe bzw. die Muskeln aufbauen lassen. Außerdem kommt es bei einer Anwendung von Anabolika zu einem höheren Fettabbau. Da ebenso eine gewisse Stickstoffbilanz erreicht wird, besteht auch ein muskelaufbaufreundlicher Stoffwechsel. Hauptsächlich finden die Anabolika eine unerlaubte Verwendung im Sport zur Leistungssteigerung, schnelleren Fettabbau, Muskelaufbau und gesteigerte Muskelkraft, auch Doping genannt. Selten werden sie in der Viehzucht oder auch in der Humanmedizin bei Hormonstörungen angewendet.

Zu den Anabolika werden gezählt:

  • Wachstumshormone → Somatropin

                                        → Insulin+ Somatroponin

                                        → Somatomedin

 

  • Anabole Steroide → Boldenon

                                    → Oxandrol

                                    → Metandienon

                                    → Metenolon

                                    → Stanozol

                                    → Nadrolon

                                    → Clostebol

                                    → Dehydrochlormethyltestosteron

                                    → Methytestosteron

                                    → Fluoxymesteron

                                    → Methytestosteron

 

  • ß2 – Sympathomimetika  → Clenbuterol

                                             → verwandte Verbindungen



Wirkung von Anabolika
Das Ziel der meisten Menschen, die Anabolika konsumieren bzw. gerne nehmen möchten, möchten einen schnelleren Muskelaufbau und eine höhere Muskelkraft aufbauen. Die Muskeln brauchen dafür Eiweiß bzw. Protein. Das Anabolikum begünstigt die Eiweißaufbau ( Eiweisssynthese ) und die Fettverbrennung und veranlasst den Körper, dass dieser nicht das körpereigene Eiweiß abbaut sondern es in Muskelmasse umsetzt. Dennoch ist eine Wirkung des Anabolikums nur in Verbindung mit einem harten körperlichen Training zu erzielen.

Nebenwirkungen
Es gibt viele Nebenwirkungen, die bei einem Konsum von Anabolika auftreten können. Nachfolgend haben wir diese für Sie zusammengestellt:

Wachstumshormone

  • Diabetes mellitus ( Typ II )
  • Erhöhtes Krebsrisiko
  • Akromegalie ( ausgeprägte Vergrößerung der Körperendglieder oder vorspringenden                                  Teile des Körpers, z. B. Hände, Füße, Zunge, Nase, Ohren, Geschlechtteile usw. )  
  • Bei Jugendlichen: das Knochenwachstum wird gestoppt, da die Wachstumsfuge durch die Hormone geschlossen wird.


Anabole Steroide

  • Akne
  • Tiefere Stimme
  • Schäden der Leber
  • Bartwuchs ( bei Frauen )
  • Brustbildung bei Männern
  • Herz- Kreislaufstörungen
  • Hodenatrophie ( Verkleinerung der Hoden )
  • Testosteronproduktion ist beeinträchtigt

ß2 – Sympathomimetika 

  • Kopfschmerzen
  • Muskelzittern
  • Muskelkrämpfe
  • Herz- Kreislaufstörungen

 

Zu diesen Nebenwirkungen werden noch weitere gezählt, die auf jedes Anabolikum zutreffen:

  • Depressionen, vor allem beim Absetzen der Anabolika
  • Erhöhte Herzinfarktrisiko
  • Haarausfall
  • Gesteigerte Aggressivität
  • Funktionsstörungen der Nieren
  • Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit
  • Erhöhtes Risiko von einer Thrombose und einer Embolie

Tags: Anabolika

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-02-16 00:37
Autor: admin
Revision: 1.2

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