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ID #1012

Therapie

Im Vordergrund der Therapie bei einer Abhängigkeit steht die Stabilisation des Betroffenen. Ebenso sind die Rehabilitation und die erneute Integration in das bisherige „gute“ Umfeld überaus wichtig. Auch spiel bei der Behandlung die Motivation des Abhängigen und die Vorbeugung vor einem Rückfall eine bedeutende Rolle.

Bei der Therapie einer Abhängigkeit sind eine Reihe von Fachpersonal und Fachärzten beteiligt:

  • Drogenberatungsstellen
  • Hausarzt / Allgemeinmediziner
  • Psychiater und / oder Psychotherapeut
  • Krankenhaus ( Entzug- und Entwöhnungstherapie )
  • Selbsthilfegruppen uns Suchtberatungsstellen ( Nachsorge und Rehabilitation )
  • Sozialarbeiter ( Rehabilitation und Wiedereinstieg ins Berufsleben )


Die Therapie einer Abhängigkeit wird in 5 Phasen geteilt:

  1. Motivations- und Kontaktphase
  2. Entzugs- und Entgiftungsphase des Körpers
  3. Entwöhnungsbehandlung
  4. Nachsorgephase, Rehabilitationsphase, Rückfall- Vorbeugung
  5. Wiedereinstieg ins Berufsleben


Erläuterung der 5 Phasen:

  1. Bei der ersten Phase, die Motivations- und Kontaktphase, wird der Konsument zu einer Behandlung motiviert. Bis diese Phase in Anspruch genommen wird, vergeht meistens eine lange Zeit, weil dazwischen noch das Verschweigen, Verleugnen und die Besänftigung der Situation steht. In diesem Fall können Drogenberatungsstellen oder auch Selbsthilfegruppen den besten Effekt bei dem Konsumenten verursachen.
  2. Die zweite Phase, die sogenannte Entzugs- und Entgiftungsphase des Körpers, wird in der Regel stationär in einer Klinik durchgeführt. Hier wird eine besondere Aufmerksamkeit auf den Konsumenten und seine Entzugserscheinungen gerichtet. Im Vordergrund steht zuerst der körperliche Entzug.
  3. Als nächstes folgt der psychische Entzug, die Entwöhnungsbehandlung, wobei der Betroffene lernen soll, ohne die Droge im Leben zurecht zu kommen. Unter anderem werden Gruppentherapien für eine Verbesserung des Selbstbewusstseins oder eine Einzeltherapie für die erneute Erlernung der Eigenverantwortung durchgeführt. Zudem werden oft auch die Freunde und Familienangehörigen mit eingebunden, um den Betroffenen den Schritt zu erleichtern.
  4. Bei Phase vier, der Nachsorgephase, Rehabilitationsphase bzw. Rückfall- Vorbeugung wird hauptsächlich auf die dauerhafte Stabilisierung des Patienten hingearbeitet. Der Betroffene sollte in dieser Phase erneut eine Selbsthilfegruppe und  oder eine Suchtberatungsstelle aufsuchen um eine gewisse Stärke aufzubauen. Auch ist die Hilfe von Familienmitgliedern und Freunden in dieser Phase äußerst wichtig.
  5. In der letzten Phase wird der Betroffene einen Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglicht. In der Regel beginnt man mit ein paar Stunden Arbeit in der Woche. Die Anzahl der Stunden wird dann, je nachdem wie der Betroffene sich fühlt, erhöht. Behilflich wird meistens ein Sozialarbeiter sein.

Tags: Allgemeines, Therapie

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Letzte Änderung des Artikels: 2011-01-10 22:25
Autor: admin
Revision: 1.0

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