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Anzeichen für Abhängigkeit
Es gibt genau sechs Anzeichen, die auf eine Abhängigkeit hindeuten
können. Dabei ist es ganz egal um welche Abhängigkeitsform es sich
handelt. Dies veröffentlicht die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (
DHS ).
Der Übergang zwischen einem regelmäßigem Konsum, auch Missbrauch
genannt, und einer Abhängigkeit ist fließend. Folgende sechs Punkte
deuten also auf eine Abhängigkeit:
- Das übermäßige Verlangen oder Zwang eine Substanz immer und immer wieder zu konsumieren oder eine wiederholte Verhaltensweise anzustreben.
- Die Isolation aus dem Sozialleben begeht der Betroffene meist selber. Mit der Abhängigkeit geht das Interesse an soziale Kontakte, wie zum Beispiel Freunde, an Hobbys, der Arbeitsstelle oder anderen Beschäftigungen, die sonst immer gerne gemacht wurden, verloren. Die Verhaltensweise oder die bestimmte Substanz steht für den Betroffenen nun voll und ganz im Mittelpunkt des Lebens.
- Abstinenzunfähigkeit bedeutet, dass man auf die bestimmte Substanz bzw. Verhaltensweise nicht mehr verzichten kann. Selbst wenn bereits schwere gesundheitliche oder finanzielle Folgen, zum Beispiel Kehlkopfkrebs bei Nikotinabhängigen, Leberzirrhose bei Alkoholabhängigen oder Verlust der Existenz einer Familie von einem Glücksspielabhängigen, vorhanden sind, kann der Konsum nicht eingestellt werden.
- Der Kontrollverlust bei abhängigen Menschen ist nicht mehr gegeben. Hier ist der Betroffene nicht mehr in der Lage seinen Konsum und sein Verhalten zu kontrollieren. Er ist sich nicht mehr bewusst wie wann er die bestimmte Substanz oder die Verhaltensweise an den Tag legt und auch in welchen Maßen nicht. So würde ein Kaufabhängiger zum Beispiel weiter einkaufen gehen, obwohl die finanziellen Mittel fehlen.
- Entzugserscheinungen treten beim Absetzen von „harten Drogen“ wie zum Beispiel Kokain oder Crack auf. Aber auch bei Alkoholikern oder schweren Rauchern können diese auftreten. Entzugserscheinungen machen sich zum Beispiel durch Zittern, Schwitzen, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme oder auch Halluzinationen bemerkbar. Da man diese Symptome schnellstmöglich stoppen möchte, greift man wieder zur Droge. Solch einen Entzug selbstständig und ohne ärztliche Hilfe zu bewältigen ist kaum möglich.
- Toleranzbildung bedeutet, dass sich der Körper an die Droge gewöhnt und somit immer höhere Dosen verlangt um den gleichen Effekt zu erzielen. Dies kann zum Beispiel auch für die Internetsucht oder Spielsucht möglich sein.
Stoffunabhängige Verhaltensweisen wie die Spiel-, Sex-, Internet - oder
Esssucht machen keine körperliche Abhängigkeit, wie beispielsweise eine
Alkoholabhängigkeit. Dennoch können durch einen biochemischen Prozess im
Gehirn Entzugserscheinungen wie Aggressivität oder Nervosität
auftreten, wenn das Verlangen nicht befriedigt wird.
Treffen mindestens 3 der oben aufgeführten Punkte auf den Betroffenen
zu, so sollten Sie möglichst schnell ärztlichen Rat einholen, da dies
deutliche Warnsignale für eine Abhängigkeit sind.
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Letzte Änderung des Artikels: 2011-03-22 00:33
Autor: admin
Revision: 1.2
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